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Institut für Technikzukünfte

Kollektive Institutsleitung

Prof. Dr. Mathias Gutmann (Sprecher Teilinstitut Philosophie)

Prof. Dr. Marcus Popplow (Leiter Teilinstitut Geschichte)

Prof. Dr. Heike Weber (Leiterin Teilinstitut Geschichte) 

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Dr. Alexandra Hausstein

Institut für Technikzukünfte
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alexandra haussteinOub2∂kit edu

Die Ausweitung des Innovationskurses - Diskussionspapier von Dr. Alexandra Hausstein und Prof. Dr. Armin Grunwald

 

Das erste Diskussionspapier "Die Ausweitung des Innovationskurses" ist auf der Homepage des ITZ und ebenso in der KIT-Bibliothek online gegangen und steht frei zum Download zu Verfügung (PDF-Reader erforderlich).

 

Alexandra Hausstein und Armin Grunwald:

 

Die Ausweitung des Innovationsdiskurses

Zur Genese, Semantik und gesellschaftlichen Funktion des Innovationsbegriffes

Diskussionspapiere Institut für Technikzukünfte 

Nr. 01 | Dezember 2015

KIT, Karlsruhe 

Diskussionspapier in der KIT-Bibliothek

ISSN 2366-553X

 

 

 

PDF

 

Auschnitt:

"Innovationsmüdigkeit, Innovationsdefizite und Innovationsschwäche – diese Beschreibungen der Neuerungskapazität der deutschen Wirtschaft zirkulieren seit mehreren Jahren in den Medien. Wissenschaftlich betrachtet ergibt sich ein kontroverses Bild: einerseits wiederholte statistische Beweisführungen zur Bestätigung der These (so z.B. die KfW Studie zur sinkenden Innovationskraft des deutschen Mittelstandes, Zimmermann 2015), andererseits Hinweise darauf, dass gerade Deutschland eine stabile Innovationskraft und Vorreiterrolle vor allem im Bereich der erneuerbaren Energietechnologien und der Advanced Manufacturing Technologies hat (z.B. Fokusthema Innovationsindikator 2015). Die widersprüchlichen Aussagen und Bewertungen bezeugen nicht nur das Expertendilemma, dass die Innovationskraft einer Gesellschaft nicht eindeutig zu messen ist, sondern auch, dass Begriff und Konzept der „Innovation“ von widerstreitenden Interessengruppen benutzt und unterschiedlich funktionalisiert werden. Die Tatsache, dass sich um den Begriff der Innovation und der Innovationspolitik derartige Debatten entfachen und neue Innovationen auf schnellem Weg Kontroversen auslösen, weist auch auf den diskursiven Ereignischarakter und den gesellschaftlichen Einfluss von Innovationen über ihre technische Wirksamkeit hinaus hin. Dass Innovationen und Innovationspolitiken medial beobachtet und gesellschaftlich thematisiert werden, lässt darüber hinaus den Schluss zu, dass das Konzept selbst zu einem elementaren Bestandteil im selbstreflexiven Diskurs moderner Industriegesellschaften geworden ist (Hutter et al, 2011) ..."

 

Landeslehrpreis 2015 für zwei Professoren des KIT - Darunter ITZ-Gründungsvorstand Prof. Dr. Mathias Gutmann

landeslehrpreis_2015

Landeslehrpreisträger 2015: Peter Nick (links) und Mathias Gutmann vom KIT (Bild: Manuel Balzer, KIT)

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Biologie trifft Ethik: Interaktive Lehrveranstaltungen ermutigen Studierende zum aktiven interdisziplinären Austausch

Über Fachgrenzen hinweg diskutieren und gemeinsam zu Lösungen kommen: Dazu fordern der Biologe Professor Peter Nick und der Philosoph Mathias Gutmann ihre Studierenden in interaktiven Lehrveranstaltungen am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) auf. Für ihr innovatives Konzept, das die Brücke zwischen Technik, Biologie und Philosophie sowie zwischen Wissenschaft und ihrer Anwendung im Alltag schlägt, erhalten die beiden Wissenschaftler den Landeslehrpreis 2015. Die baden-württembergische Wissenschaftsministerin Theresia Bauer zeichnet Peter Nick und Mathias Gutmann heute in Stuttgart mit dem mit 50.000 Euro dotierten Preis aus.

Mit Nick und Gutmann haben ein Biologe und ein Philosoph gemeinsam Lehrveranstaltungen für das Biologie- Studium entwickelt. Ihr Hauptanliegen dabei: die Studierenden zum Nachdenken und zum Gespräch herauszufordern – etwa über moralische Fragen, die Biologie und Technik aufwerfen.

"Je stärker sich unsere Welt vernetzt, umso wichtiger wird die Fähigkeit, andere Sichtweisen verstehen und integrieren zu können. Der beste Weg, das zu erreichen, ist der inter- und transdisziplinäre Dialog", so die beiden Preisträger. Dabei gehe es ihnen vor allem darum, die Zeit für den Austausch der Studierenden untereinander zu Verfügung zu stellen, so dass sie gemeinsam Erkenntnisse entwickeln können.

Die beiden Wissenschaftler treten bei den Lehrveranstaltungen "Modellbildung und Ethik in der Biologie" und "Wie evolvieren biologische Theorien" auch als Team auf. So können die Studierenden verschiedene Sicht- und Sprechweisen sowie deren "Übersetzung" in die jeweils andere Disziplin miterleben. Nach einem kurzen Impulsvortrag von einem der beiden Lehrenden folgt eine Gruppendiskussion.

Ziel ist, das jeweilige Thema in den Forschungsalltag der Biologie zu integrieren, ein Konzept, das bei den Studierenden auf positive Resonanz stößt: Den Dozenten sei es durch ihre interdisziplinäre Zusammenarbeit gelungen, an konkreten Beispielen klar zu machen, dass Wissenschaft nicht nur im Labor oder in der Bibliothek existiere, sondern das Gelernte auch Anwendung im Alltag finde und neue Blicke auf ethische und moralische Fragen bieten könne, so die Fachschaft für Chemie und Biowissenschaften des KIT, die Peter Nick und Mathias Gutmann für den Landeslehrpreis 2015 vorgeschlagen hatte.

Auch die Form der Vorlesung hebe sich von anderen Veranstaltungen ab, indem sie die sonst häufig vorherrschende Form von Redner und Zuhörer reduziere und den Diskurs in den Vordergrund rücke und als Mittel zum Lernen und Entwickeln etabliere.

Die beiden Professoren wollen ihr Lehrkonzept künftig ausbauen und auch für andere Fachbereiche öffnen. Das mit dem Landeslehrpreis verbundene Preisgeld soll in den Aufbau einer Akademie für kritische Interdisziplinarität fließen.

Weitere Informationen in der Pressemitteilung des KIT.

Ludification of Technology: eine internationale, studentische Tagung zu Computerspielen in Karlsruhe

luditec

 

Eine internationale Tagung rund um Videospiele zur Förderung des Dialogs zwischen Studierenden und Wissenschaftlern, Experten sowie Game Designern in der IT-Stadt Karlsruhe, um als Basis für neuartige Projekte, Brancheneinstige und Start-Ups zu fungieren. Mitorganisator der Tagung ist ITZ-Mitarbeiter Carsten Thomas.

 

Die Intention der Studenteninitiative „Ludification of Technology“ ist es, aktuelle Entwicklungen und Tendenzen des Phänomens „Game“ und der damit verbundenen Subkulturen zu analysieren und es mit einem wissenschaftlichen Ansatz auf die Alltagskultur der Gesellschaft zu übertragen. Videospiele gewinnen mehr und mehr an Bedeutung, zu beobachten ist in diesem Zusammenhang besonders ein Trend, der sich in Analogie zu Brechts Term der „Technifizierung der Literatur“ als „Ludification of Technology“ beschreiben lässt. Durch einen interdisziplinären Austausch mit Studierenden, Gastdozenten und Experten der Spiele-Industrie soll ein Dialog stattfinden, der einen ersten Schritt in Richtung der analytischen Erfassung dieses Trends darstellt.


Die Tagung „Ludification of Technology“ wird und am 30. bis 31. Oktober 2015 in Karlsruhe stattfinden und in englischer Sprache gehalten werden. An dieser werden regionale und internationale Experten der Spiele-Industrie und –Forschung teilnehmen. Die Tagung wird bereits von der Fakultät für Geistes- und Sozialwissenschaften am Karlsruher Institut für Technologie unterstützt. Das Zentrum für Kunst und Medientechnologie (ZKM) hat zudem seine Empfehlung ausgesprochen. Weiterer Kooperationspartner sind in Form der Wirtschaftsförderung Karlsruhe (K3) sowie dem Cyberforum Karlsruhe gefunden worden. Die Studenteninitiative versteht sich als „Vermittler“, um den Game Studies in Karlsruhe sowohl für Studierende, wissenschaftlichen Experten und Branchen-Kennern ein Forum zu geben, das als Katalysator für neuartige Ideen, Projekte, und Start-Ups fungieren kann. 

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VERANSTALTUNGSORT

Hochschule für Gestaltung (HFG), Karlsruhe

Lichthof

Lorenzstraße 15

76135 Karlsruhe

 

Datum:

30.10.2015: 13 - 18 Uhr
31.10.2015: 10 - 14 Uhr

 

Anmeldung und Infos über: http://bit.ly/1Mtte4t

 

 

 

 

Kooperationsbesuch des ITZ in Shanghai

Tongjigroß

Besuch des Deutschlandforschungszentrums der Tongji Universität, Shanghai

Jiatong_Soochow 

Im Germanistikinstitut Jiaotong Universität, Shanghai und Besuch der Soochow University, Suzhou

 

Im Rahmen des Programmes Strategische Partnerschaften mit China, besuchten Professorinnen und Professoren der Geistes- und Sozialwissenschaftlichen Fakultät des KIT (Prof. Dr. Böhn, Prof. Dr. Lessmöllmann, Prof. Dr. Möser, Dr. Alexandra Hausstein, Jie Han) verschiedene Universitäten im Raum Shanghai. Während des Besuches wurden Kooperationsmöglichkeiten im Studierenden- und Wissenschaftleraustausch mit der Jiaotong Universität (Institut für Germanistik), der Tongji Universität (Zentrum für Deutschland- und Europastudien, Institut für Germanistik) und der Soochow Universität (Sozialwissenschaftliche Fakultät und Institut für Germanistik) erörtert.