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Institut für Technikzukünfte

Kollektive Institutsleitung

Prof. Dr. Mathias Gutmann (Sprecher Teilinstitut Philosophie)

Prof. Dr. Marcus Popplow (Leiter Teilinstitut Geschichte)

Prof. Dr. Heike Weber (Leiterin Teilinstitut Geschichte) 

Leitung Geschäftsstelle

Dr. Alexandra Hausstein

Institut für Technikzukünfte
Douglasstraße 24, 3. OG
Raum: 405
D-76133 Karlsruhe

Tel.: +49 721 608-42045

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Eine Delegation des KIT an der Université euromed in Fès

28.11.2016
Gruppenbild vor der UEMF

Am 10. und 11. November 2016 fanden weitere Besprechungen der Kooperation zwischen dem Karlsruher Institut für Technologie, der TU Dresden und der Universität Koblenz-Landau mit der neu gegründeten UEMF in Fès statt.


Das KIT wurde repräsentiert von Prof. Böhn, Dekan der Fakultät für Geistes- und Sozialwissenschaften, Dr. Alexandra Hausstein, Geschäftsführerin des Instituts für Technikzukünfte, Prof. Caroline Robertson-von Trotha, Direktorin des Zentrums für Angewandte Kulturwissenschaften (ZAK), Susanne Kaliwe, Referentin für Zusammenarbeit in Studium und Lehre (KIT International Affairs), Susanne Gerstberger, Fakultät für Architektur und Nora Steinhäuser, studentische Hilfskraft am Institut für Technikzukünfte (ITZ).

Prof. Hans Vorländer, Direktor des Zentrums für Verfassungs- und Demokratieforschung, und Professor Mark Arenhövel von der TU Dresden, ebenso Prof. Oliver Frör vom Institut für Umweltwissenschaften in Landau repräsentierten ihre Universitäten in Marokko.


Zwei Workshops an der UEMF boten die Möglichkeit einer angeregten Diskussion zwischen marokkanischen und deutschen Kollegen. Teile dieser Workshops und die Vorträge von Prof. Frör über „Environmental Economics“, Prof. Robertson-von Trotha zu dem Titel „Migration und Integration“ in Deutschland und auch von Prof. Arenhövel zu „Demokratie in Europa“ waren offen für Studierende und initiierten so einen Austausch zwischen deutschen Professoren und Studenten der UEMF. Die weitere Kooperation zwischen dem KIT und der Université euromed wird nun mit spezifischen Projekten in den Bereichen Forschung und Lehre weitergeführt.


Besichtigung der Labore

Besprechungen an der UEMF

Das ITZ beteiligt sich an der HeKKsaGOn-Konferenz am KIT

Hekksagon

Am Donnerstag den 29. und Freitag den 30. September 2016 fand am KIT die fünfte japanisch-deutsche HeKKSaGOn-Konferenz statt. Mitorganisator der working group „Social Sciences and Humanities“, eine von acht Arbeitsgruppen im Rahmen der Konferenz, war das Institut für Technikzukünfte (ITZ) am KIT.

Die Präsidenten der Universitäten Osaka, Tohoku, Kyoto, Göttingen, Heidelberg und Karlsruhe treffen sich alle anderthalb Jahre an einem der sechs Standorte um die bestehende Kooperation ihrer Universitäten stetig zu festigen. Mittlerweile ist HeKKSaGOn nicht mehr nur ein reines Treffen der Präsidenten, sondern eine Konferenz mit acht Arbeitsgruppen in verschiedenen Themenbereichen und – in diesem Jahr zum ersten Mal – auch einem Workshop für Studenten.

Die Arbeitsgruppe III, deren Mitglieder Themen der Geistes- und Sozialwissenschaften behandeln, ist bereits breit aufgestellt und gut vernetzt. Besonders engagiert hat sich hierfür Prof. Dr. Harald Fuess von der Universität Heidelberg (Excellence Cluster „Asia and Europe in a Global Context”), der Koordinator der Arbeitsgruppe ist. Das Institut für Technikzukünfte ist seit 2015 ebenfalls an HeKKSaGOn beteiligt und repräsentiert die Fakultät für Geistes- und Sozialwissenschaften des KIT.

An dem diesjährigen Treffen der Gruppe „Social Sciences and Humanities“ waren Professoren aller beteiligten japanischen und deutschen Universitäten anwesend und haben ihre Arbeit zu den Themen „Technologie, Kultur und Gesellschaft“ vorgestellt. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des KIT nahmen an dem Treffen teil, unter anderem Prof. Dr. Andreas Böhn, Prof. Dr. Annette Lessmöllmann, Prof. Dr. Marcus Popplow, Dr. Alexandra Hausstein, Dominik Schrey und Christoph Böhmert.

Die Diskussion im ersten Teil des Treffens zum Thema „Technologie, Risiko und Moral nach Fukushima“ leitete Dr. Alexandra Hausstein. Präsentationen wurden gehalten von Prof. Dr. Kiyotaka Naoe von der School of Arts and Letters an der Universität Tohoku, von Prof. Dr. Saku Hara an derselben Fakultät und von Nele Wulf vom Institut für Technikfolgenabschätzung und Systemanalyse (ITAS) am KIT.

Im zweiten Teil, moderiert von Prof. Dr. Annette Lessmöllmann, zum Themenkreis „Technikphilosophie und Technikgeschichte“ präsentierten Dr. Mariko Nihei vom Research Institute of Electrical Communication an der Universität Tohoku, Prof. Dr. Marcus Popplow vom Institut für Geschichte des KIT und Prof. Dr. Enrico Fongaro, Kunstgeschichte und Philosophie, von der Universität Tohoku.

Der letzte Abschnitt des Treffens zu „Technologie, Kunst und Literatur“, bestand aus einer Präsentation von Prof. Dr. Akihiro Ozaki von der Universität Tohoku, mit einer Diskussion moderiert von Prof. Dr. Takashi Sugiyama von der Universität Kyoto.

Am Ende der Sitzung standen die Planungen für die nächste HeKKSaGOn-Konferenz im Fokus. Diese wird im April 2018 in Osaka stattfinden und im Bereich der Geistes- und Sozialwissenschaften von Prof. Kotaro Yoshida und Yukio Irie, beide von der Universität Osaka, zusammen mit dem Koordinator der Arbeitsgruppe, Prof. Dr. Harald Fuess, Heidelberg, organisiert.

Die Teilnehmer des diesjährigen Treffens einigten sich auf ein Thema für die nächste Konferenz: „Transcultural Identities”. Das Institut für Technikzukünfte plant sich auch darüber hinaus in die bestehende Kooperation einzubringen, indem es anregt, eine interdisziplinäre Arbeitsgruppe zu den Themen Mensch-Maschine-Beziehung und Risikokommunikation aufzubauen.

Die fünfte HeKKSaGOn-Konferenz war ein voller Erfolg und bot die Gelegenheit eines inspirierenden Treffens – wir freuen uns auf Osaka 2018!


 

Digitalisierung in Ost und West: Symposium „Gesellschaftswissenschaftliche Perspektiven auf Digitalisierung (Industrie 4.0/Made in China 2025)“

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Die zunehmende Digitalisierung der Arbeitswelt ist ein Thema, das nicht nur in der Wirtschaft, sondern auch in der Öffentlichkeit und den Wissenschaften kontrovers diskutiert wird. Unter dem Begriff „Industrie 4.0“ in Deutschland, oder „Made in China 2025“ in China versammeln sich dabei Beobachtungen, Analysen und Regulierungen verschiedener Trends der Vernetzung, der Optimierung und Informatisierung der Lebens- und Arbeitswelt und der Produktionsabläufe. Dieses Thema aus der Sicht der Geistes- und Sozialwissenschaften zu untersuchen, war Ziel eines gemeinsam vom Institut für Technikzukünfte (KIT) und dem Deutschlandforschungszentrum der Tongji-Universität, Shanghai, organisierten Workshops, der am 23./24. September 2016 an der Tongji-Universität statt fand. Unter den etwa 30 teilnehmenden Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern waren 6 KIT-Wissenschaftler: Dr. Bettina Krings und Dr. Linda Nierling vom Institut für Technikfolgenabschätzung und Systemanalyse (ITAS), Dr. Monika Hanauska, Dr. Dominik Schrey und Prof. Dr. Andreas Böhn vom Institut für Germanistik/Wissenschaftskommunikation und Dr. Alexandra Hausstein vom Institut für Technikzukünfte am KIT.

Die Vorträge beleuchteten gesellschaftswissenschaftliche Fragestellungen auf das Thema Digitalisierung und Informatisierung und bereiteten so explorativ den Boden für eine weitere Vertiefung einzelner Fragestellungen, die sich in den Diskussionen heraus kristallisiert haben. So stand im Mittelpunkt des ersten, medienwissenschaftlich ausgerichteten Panels, die Frage nach Kontinuität und Wandel der Transformationsprozesse und kultureller Widerständigkeiten und Aneignungsprozesse, die sich u.a. durch Phänomene wie Techniknostalgie abzeichnen.

Ein weiteres Panel diskutierte die Induktion von Diskursen um Industrie 4.0 für Fragen der wirtschaftlichen Standortsicherung sowie die forcierte Kommunikation von Vernetzung als integralen Bestandteil der Zukunftsfähigkeit der Arbeitswelt und reflektierte die Auswirkungen für die Erwerbstätigkeit sowie das Bildungswesen. Die Frage nach Dynamiken der Entgrenzung und Politiken der Begrenzung von Arbeit wurden dabei in den jeweiligen kulturellen Kontexten beleuchtet.

Der folgende Tag, 24. September 2016, beschloss das Symposium mit einem Ausflug zum „Industry 4.0 - Smart Factory Lab“, am Jiading-Campus der Tongji-Universität, der direkten Einblick in den Arbeitsprozess digitalisierter, vernetzter Maschinen und ihrer Handhabung gab.

Eine Fortführung mit Vertiefung einzelner Aspekte des Workshops ist im nächsten Jahr am KIT geplant.

 

Tagungsplan

 

 

Am 22. September 2016 fand ein Germanistensymposium an der Shanghai Jiaotong Universität statt.

 


Tagungsbericht "Technikzukünfte gemeinsam gestalten" im lookKIT Ausgabe 3/2016

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lookKIT Ausgabe 2016/3

In der aktuellen Ausgabe des KIT-Wissenschaftsmagazins lookKIT 3/2016 stellt ein Tagungsbericht des ITZ-Workshops "Technikzukünfte gestalten" vom 7. Juli 2016 das Institut für Technikzukünfte vor und gibt Auskunft über die an jenem Workshop behandelten Themenaspekte. Der Bericht von Dr. Alexandra Hausstein, Geschäftsführung des ITZ, und Carsten Thomas, studentischer Mitarbeiter, befindet sich auf Seite 66, das lookKIT-Magazin lässt sich als PDF-Datei herunterladen.

 

lookKIT // Ausgabe 2016/3

 

Quelle: lookKIT


Zu Gast am ITZ: Chinesische Kollegen der Tongji University Shanghai besuchen das KIT

Tongji_Gäste

Im Zuge des Austauschs und der Kooperation besuchten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Tongji University im Juli 2016 das Institut für Technikzukünfte am KIT in Karlsruhe. Unter den Gästen befanden sich Professor Dr. Lu Peng von der Tongji Law School und Jing Guo, M.S. vom German Studies Center sowie Prof. Dr. Jin Zhao, Dekanin der Fakultät für Germanistik.

Neben eigenen Forschungsprojekten, welche die Kollegen aus China in Zusammenarbeit mit Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern des KIT angingen, stand auch die Organisation des Workshops „Industrie 4.0 – sozial- und kulturwissenschaftliche Perspektiven“ mit dem ITZ am 23. und 24. September 2016 in Shanghai im Fokus.

 

Weiterführender Link: Tongji University

Technikzukünfte gemeinsam gestalten

Mit dem interdisziplinären Workshop „Technikzukünfte gestalten“ stellt sich das Institut für Technikzukünfte (ITZ) am KIT vor.
ITZ Workshop: Armin Grunwald

Die Zukunft neuer Technologien wird gerne im Modus des Science-Fiction oder der großen Visionen entworfen. Aber technische Zukünfte sind auch in der Gegenwart präsent und wirkmächtig: Autonomes Fahren, Robotik oder die Energiewende – gesellschaftliche Debatten um solche Zukünfte sind mehr als reine Rhetorik. Sie tragen auch dazu bei, den Weg in zukünftige Wirklichkeiten zu ebnen.

Am KIT ein interdisziplinäres Gespräch über solche Zukunftsvorstellungen in aktuellen Forschungs- und Entwicklungskontexten zu initiieren – das war Ziel des ersten, vom Institut für Technikzukünfte (ITZ) organisierten Workshops. Aufgabe des neu gegründeten ITZ ist es, in interdisziplinären Forschergruppen Varianten technischer Zukünfte zu reflektieren und zu erforschen. Zu diesem Zweck bringt es Geistes- und Sozialwissenschaften, Wirtschafts- und Rechtswissenschaften sowie Natur- und Technikwissenschaften zusammen. Am 7. Juli 2016 hatte das ITZ 35 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus allen Bereichen des KIT eingeladen, die im Senatssaal des Präsidiumsgebäudes unter den Leithemen Energie, Mobilität und Information das Gestalten von Technikzukünften diskutierten.

Das Thema „Technikzukünfte gestalten“ wurde in drei interdisziplinär besetzten Diskussionsrunden zu den Themen „Mobilitätszukünfte“, „Energiezukünfte“ und „Informationszukünfte“ erörtert. Im Panel „Mobilitätszukünfte“ kreiste die Diskussion erwartungsgemäß um die zunehmende digitale Vernetzung. Im Mittelpunkt standen Fragen nach den normativen Grundannahmen dieser Debatte: Welchen Symbolwert hat das Auto heute und wird sich dieser ändern? Wie verändert sich das Mobilitätsverhalten der Nutzer? Sind wir bereit, die Kontrolle über unser Auto aus der Hand zu geben? Was wäre überhaupt wünschenswerte Mobilität? Viele Beiträge des zweiten Panels Energiezukünfte erinnerten an den in Deutschland für 2023 vorgesehenen Ausstieg aus der Kernenergie und die damit verbundenen Herausforderungen: Braucht die Energiewende neue Risikostrategien? Wie ist das Wechselspiel von Technik und Politik im Energiesektor zu charakterisieren? Wird Energiesparen zu häufig als rein technisches Problem angesehen, ohne die Möglichkeit von Verhaltensänderungen oder Wertewandel aufzuzeigen? Das letzte Panel des Workshops war Informationszukünften gewidmet und versuchte, eine Bestandsaufnahme kursierender Zukünfte der Informationstechnologie darzustellen. Diese gilt es in einem nächsten Schritt vertiefend zu analysieren und zu systematisieren.

 

 
Der Workshop schloss mit einem Ausblick auf die weitere Zusammenarbeit. Im Laufe des Tages hatten sich eine Reihe themenübergreifender Fragestellungen herauskristallisiert. Dazu gehörten inhaltliche „Dauerbrenner“ wie Automatisierung oder Datenschutz, aber auch methodische Fragen wie die nach den Annahmen, die hinter Modellierungen von Technikzukünften im Forschungsalltag stehen; nach den gesellschaftlichen Dynamiken der Zirkulation, der Etablierung und des Verschwindens von Technikzukünften; insbesondere auch den Mechanismen ihrer Umsetzung in die technische Praxis. Immer wieder angesprochen wurde die Notwendigkeit, Technikzukünfte zu „kartieren“, also ihre Verbreitung in unterschiedlichsten Medien von literarischen Werken über öffentliche Diskurse bis hin zu wissenschaftlichen Forschungsprogrammen zu beschreiben. Eine Auswahl dieser Kernfragen wird nun in interdisziplinären Arbeitsgruppen vertieft werden. Armin Grunwald hatte einleitend konstatiert: „Was ist eine gute Technikzukunft? Nicht immer die, die auch eintritt!“ Vor diesem Hintergrund wird es die Kernaufgabe des ITZ sein, das breite Feld möglicher Technikzukünfte aus unterschiedlichen disziplinären Perspektiven zu reflektieren. Der erste Workshop des ITZ bot dafür reichlich Denkanstöße.
 

Tagungsbericht: lookKIT Ausgabe 2016/3

Programmablauf: ITZ-Workshop: Technikzukünfte gestalten

 

Marokkanische Kollegen der Université Méditerranéenne de Fès (UEMF) zu Gast am KIT

Uni-Koblenz-Landau-Meeting

Vom 13. Juli bis zum 16. Juli 2016 besuchte eine Delegation der neu gegründeten Université Méditerranéenne de Fès (UEMF) das Karlsruher Institut für Technologie (KIT) und die Universität Koblenz-Landau. Zu Besuch waren Prof. José Roldan, Vizepräsident für Innovation der UEMF, Herr Mohamed Metalsi, Dekan der Fakultät für Geistes- und Sozialwissenschaften, Prof. Mohamed Marzak und Prof. Bennouna, beide Berater des Präsidenten der UEMF. Die Reise fand statt im Rahmen einer vom DAAD im Programm „Deutsch-Arabische Transformationspartnerschaften“ geförderten Kooperation zwischen der UEMF, dem KIT, der TU Dresden und der Universität Koblenz-Landau.

Die Treffen am KIT und der Universität Koblenz-Landau dienten der Sondierung von Kooperationsprojekten sowohl in den Bereichen Studium und Lehre, als auch Forschung und Infrastrukturaufbau. Besonderes Interesse zeigten die Kollegen der UEMF an der interdisziplinären Forschung am KIT zu Fragen der Mensch-Technik-Interaktion, Forschungen zu Themen wie Innovation, Nachhaltigkeit und Technikethik. Eine spezifische Kooperation wird sich im Aufbau des General Studies Programmes und der Etablierung eines Centre for Innovation an der UEMF ergeben. Die Zusammenarbeit mit dem Institut für Umweltwissenschaften an der Universität Koblenz-Landau und dem Institut für Politikwissenschaften an der TU Dresden wird die Kooperation ergänzen und dazu beitragen, den Fokus der Kooperation auf zwei Kernthemen zu schärfen: a) Geopolitik, Kultur und Geschichte des euro-mediterranen Raumes sowie b) Technik und Gesellschaft: Innovation, Nachhaltigkeit und Technikethik. Diese Themen sollen im Zentrum eines multilateralen Workshops stehen, der am 10./11. November an der UEMF in Fès stattfinden wird.

 

Weiterführender Link: Université Méditerranéenne de Fès (UEMF)

Interdisziplinärer Workshop des ITZ: „Technikzukünfte gestalten“

Am Donnerstag, den 7. Juli 2016, findet ein ein interdisziplinärer Workshop "Technikzukünfte gestalten" von 9:00 bis 18:00 Uhr im Senatsaal des Präsidiumsgebäudes am KIT, Campus Süd statt.

Die Teilnehmer werden ihre von ihren Disziplinen geprägten Sichtweisen unter verschiedenen Leitfragen darstellen. Nach jedem Panel (Mobilitätszukünfte, Energiezukünfte, Informationszukünfte) wird eine Diskussionsrunde folgen, um Verknüpfungspunkte zu etablieren.

Der Workshop soll Möglichkeiten der Zusammenarbeit hinsichtlich einer gemeinsamen Gestaltung von technischen Innovationen zwischen Geistes-, Sozial-, Wirtschafts- und Rechtswissenschaften und den Natur- und Technikwissenschaften zu den KIT-spezifischen Themen Mobilität, Energie und Information erörtern. 

 

Programmablauf: ITZ-Workshop: Technikzukünfte gestalten

Diskussionspapier: Fallacies in Scenario Reasoning - von Prof. Dr. Gregor Betz

 

Das Diskussionspapier "Fallacies in Scenario Reasoning" ist auf der Homepage des ITZ online gegangen und steht frei zum Download zu Verfügung (PDF-Reader erforderlich).

 

Gregor Betz:

 

Fallacies in Scenario Reasoning

 

Diskussionspapiere Institut für Technikzukünfte 

Nr. 02 | Mai 2016

KIT, Karlsruhe 

Diskussionspapier in der KIT-Bibliothek

ISSN 2366-553X

 

 

 

 

PDF

 

Abstract:

Policy-makers frequently face substantial uncertainties and are required to cope with alternative scenarios that depict possible future developments. This paper argues that scenario reasoning is prone to suffer from characteristic mistakes. Probabilistic fallacies quantify uncertainties in an illegitimate way. Possibilistic fallacies systematically underestimate the full range of uncertainty, neglect relevant possibilities or attempt to represent a space of possibilities in an oversimplified way. Decision-theoretic fallacies, finally, fail to take the full range of uncertainties into account when justifying decisions, or misinterpret possibility statements by assigning them a special decision-theoretic meaning. Keywords. scenario; possibility; great uncertainty; decision-making; fallacy.

 

Besetzung der ersten Kernprofessur am Institut für Technikzukünfte: Prof. Dr. Marcus Popplow

Zum 1. April 2016 hat Prof. Dr. Marcus Popplow die Arbeit am ITZ aufgenommen. Seine Professur „Geschichte der wissenschaftlich-technischen Zivilisation“ am Institut für Geschichte des KIT ist eine der zukünftig vier Kernprofessuren des ITZ. Popplow hat nach Gastprofessuren in Stuttgart, Salzburg und Augsburg zuletzt das Fachgebiet Technikgeschichte an der TU Berlin geleitet. Am ITZ wird er die historische Dimension der interdisziplinären Reflexion von Technikzukünften vertiefen. Zu seinen zentralen Interessengebieten gehört seit seiner Dissertation („Neu, nützlich und erfindungsreich“ 1998) die Erforschung historischer Diskurse über Technik.

 

Popplow zu seiner neuen Position am KIT:

„Die Technikgeschichte als meine Heimatdisziplin nimmt häufig Bezug auf tagesaktuelle Debatten. Ihre Forschungsergebnisse belegen langfristige Kontinuitäten des Umgangs mit und des Nachdenkens über Technik. Das ITZ bietet einen einzigartigen Rahmen, um historische Reflexionen und die Reflexion von Technikzukünften von vornherein zusammenzudenken. Dass dies grundsätzlich im Dialog mit anderen Sozial- und Geisteswissenschaften ebenso wie mit den Wirtschafts- und Ingenieurwissenschaften erfolgt, macht diesen Ansatz umso spannender.“

 

► Mehr Infos zur Person: Prof. Dr. Marcus Popplow

 

DAAD-Transformationspartnerschaft KIT und der Université Euro-Méditerranéenne de Fès (UEMF)

Transformationspartnerschaft mit der UEMF, von links nach rechts: Prof. Sanae Kasmi (Political Science), Prof. Sandrine Simon (Social Science), Prof. Mohamed Marzak (Strategic Partnerships, Adviser to the President), Dr. Ulrich Ufer (Scientific Coordinator SERIOR University Koblenz-Landau), Dr. Alexandra Hausstein (Institute of Technology Futures, KIT)

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Anlässlich der vom DAAD im Rahmen des Programms „Deutsch-Arabische Transformationspartnerschaften“ geförderten Kooperation mit der Université Euro-Méditerranéenne de Fès (UEMF) besuchten Dr. Alexandra Hausstein (ITZ, KIT) und Dr. Ulrich Ufer (vormals Gastforscher am ITAS, jetzt wissenschaftlicher Koordinator der Graduiertenakademie SERIOR an der Universität Koblenz-Landau) im März 2016 die neu gegründete UEMF in Fès, Marokko.
 
Träger der Universität ist das marokkanische Wissenschafts- und Bildungsministerium. Der von der UEMF angestrebte Einzugsbereich von Studierenden und Wissenschaftlern umfasst den erweiterten Mittelmeerraum, also auch europäische Länder, die keine Anrainerstaaten sind, sowie Länder des (sub)saharischen Afrika. Ziel der UEMF ist die Vermittlung von Wissen und Kompetenzen, welche die Absolventen befähigen in Wirtschaft, Verwaltung und Politik Aufgaben zu übernehmen, die speziell auf die Entwicklung des euro-mediterranen Raums gerichtet sind.
 
Während des Aufenthaltes an der UEMF unterrichteten Dr. Ufer und Dr. Hausstein Masterstudierende aus den Ingenieur- und Naturwissenschaften im transversalen Modul „Kultur und Geschichte Europas im euro-mediterranen Raum“. Die Lehrveranstaltungen fanden statt zu den Themen: „Social Change in Europe“ und „The European Imaginary of the Euro-Mediterranean space“. Weiterhin wurden Planungen eines gemeinsamen Workshops mit der TU Dresden konkretisiert, der im Herbst 2016 an der UEMF zu den Themen „Géopolitique de la région Euro-mediterranéene: les dimensions culturelles et éducatives“ und „Développement durable et l’éthique des sciences et des techniques“ stattfinden soll. Anbahnungsbesuche der UEMF-Delegation am KIT und an der Universität Koblenz-Landau für den Sommer 2016 wurden besprochen.
 
(Weiterleitung: Université Euro-Méditerranéenne de Fès, UEMF)

Neues Jahresgutachten der EFI - Mitarbeiterin an dem Gutachten ist ITZ-Gründungsvorstand Prof. Dr. Ingrid Ott

Die Expertenkommission Forschung und Innovation (EFI) in Berlin hat ihr neues Jahresgutachten an Frau Bundeskanzlerin Angela Merkel übergeben. Ingrid Ott, Professorin für Wirtschaftspolitik am KIT, hat an dem Gutachten mitgearbeitet.
Neues Jahresgutachten der EFI
(Bild: David Ausserhofer)

Die 2006 auf Beschluss der damaligen Bundesregierung eingerichtete EFI ist ein sechsköpfiger Sachverständigenrat, der jährlich ein Gutachten zu Forschung, Innovation und technologischer Leistungsfähigkeit Deutschlands erstellt. Wesentliche Aufgabe der EFI ist es, die Stärken und Schwächen des deutschen Innovationssystems im internationalen und zeitlichen Vergleich zu analysieren und die Perspektiven des Forschungs- und Innovationsstandorts Deutschland zu bewerten. Auf der Basis der jährlichen Gutachten entwickelt die Expertenkommission Vorschläge für die nationale Forschungs- und Innovationspolitik.

Seit 2014 Mitglied der EFI ist Ingrid Ott, Professorin für Wirtschaftspolitik  am Karlsruher Institut für Technologie (KIT). Die Volkswirtin befasst sich am KIT mit den zentralen Wachstumsdeterminanten moderner Volkswirtschaften. Dabei geht es im Kern um Antworten auf die Frage, warum – bei gleicher Ausstattung mit Ressourcen und Arbeitskräften und entsprechend identischem Potenzial – manche Volkswirtschaften ökonomisch erfolgreicher sind als andere.

Der Beitrag von KMU zu Forschung und Innovation in Deutschland

Im diesjährigen Gutachten der EFI geht es um den Beitrag von kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) zu Forschung und Innovation in Deutschland. Die Innovationsausgaben der KMU sind laut Gutachten in Deutschland im internationalen Vergleich gering. Zu hohe Innovationskosten und ein zu hohes wirtschaftliches Risiko seien die am weitesten verbreiteten Innovationshemmnisse. Erneut beklagt die EFI die in Deutschland fehlende steuerliche Förderung für Forschung und Entwicklung.

Ein weiteres Thema ist der Robotereinsatz in der industriellen Fertigung. Insbesondere im Fahrzeugbau ist Deutschland laut Gutachten derzeit noch gut aufgestellt. Konkurrenz erwachse jedoch aus Robotik-Nationen wie den USA, Japan, Südkorea und China. Als ein wichtiger Wachstumsmarkt der Zukunft gelte der Bereich Servicerobotik. Hier sei Deutschland bisher nicht gut positioniert.

Nachholbedarf in der digitalen Wirtschaft

Die EFI beklagt zudem einen Handlungsbedarf im Bereich der digitalen Wirtschaft. Die wirtschaftliche Bedeutung datengetriebener Dienste und Geschäftsmodelle, die den strategisch wichtigen Zugang zum Endkunden besetzen können, habe erheblich zugenommen. Laut EFI-Gutachten konnte Deutschland bislang weder in der klassischen IKT-Branche (Informations- und Kommunikationstechnik) noch in den neuen, internetbasierten Bereichen der digitalen Wirtschaft (Cloud Computing, Big Data) besondere Stärken aufbauen. Auch bezüglich des E-Government, der Abwicklung von Regierungs- und Verwaltungsprozesse über elektronische Medien, liege Deutschland im internationalen Vergleich zurück.

Der Schwerpunkt der EFI-Gutachten liegt nicht in der Darstellung einzelner, isolierter Sachverhalte, Indikatoren oder Trends, sondern in der Entwicklung eines Gesamtbildes und der Erarbeitung der besonders wichtigen Handlungsempfehlungen für die Innovationspolitik. Detaillierte Angaben und Daten können den zu Grunde liegenden Studien zum deutschen Innovationssystem entnommen werden, für die die Expertenkommission eine Herausgeberrolle übernommen hat.

Das diesjährige Gutachten kann auf der Seite der Expertenkommission  eingesehen werden.

Ingrid Ott in einem Audio-Beitrag des Deutschlandfunks  ("Deutsche Unternehmen nur Mittelmaß in der Robotik", 17.02.2016).


ne/sps, 22.02.2016

 

Interview mit Prof. Dr. Ott auf der Homepage der Helmholtz Gemeinschaft zur Service-Robotik:

"Die Förderung ist oft zu kleinteilig"

 

(Ursprüngliche Meldung auf www.kit.edu)